Feinde der Faszien: Bewegungsmangel und Stress

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Feinde der Faszien: Bewegungsmangel und Stress

 

Faszien lieben unterschiedliche Bewegungen. Ein Mangel an Bewegung führt dazu, dass das Fasziengewebe verfilzt, verklebt oder sogar verhärtet. Das Fasziengewebe degeneriert, wenn es nicht gefordert wird; nach dem Motto: „use it or lose it“.

Insbesondere Menschen, die einer ausschliesslich sitzenden Tätigkeit nachgehen, werden häufig von Schmerzen geplagt. Beim Dauersitzen schmerzen Nacken-, Schulter- oder Rücken. Japanische Forscher konnten nachweisen, dass die Faszien verfilzen, wenn sie nicht genutzt werden.  

Ebenso wie ein Mangel an Bewegung wirkt sich auch anhaltender Stress negativ auf die Spannung der Faszien aus, was Dr. Schleip in seinen Studien belegen konnte. 

In Stresssituationen setzt der Körper spezielle Hormone frei. Diese Hormone führen dazu, dass sich die Faszien anspannen, unabhängig von der Muskelreaktion. Sobald der Stress vorüber ist, entspannen sich auch die Faszien wieder. 

Bei dauerhaftem Stress (chronischer Stress), bleiben die Faszien permanent in Spannung. 

Wie ein dauerhaft gespanntes Gummiband, verlieren auch die Faszien an Flexibilität und verhärten schliesslich. Die betroffenen Personen sind dann in ihrer Beweglichkeit stark beeinträchtigt. 

Dies zeigt deutlich, dass Schmerzen nicht ausschliesslich durch Verletzungen des Gewebes hervorgerufen werden. Und da in der heutigen Zeit anhaltender Stress, vor allem in beruflicher Hinsicht, schon beinahe zu einem „normalen“ Zustand geworden ist, wundert es nicht, dass unzählige Menschen über chronische Gelenk-, Nacken-, Schulter oder Rückenschmerzen klagen.

 

Quelle: In Anlehnung an R. Schleip: FaszienFitness, riva Verlag und P. Schwind: „Faszien-Gewebe des Leben: Das geheimnisvolle Netzwerk des Körpers und seine Bedeutung für unsere Gesundheit“, Auflage September 2014, Irisiana Verlag

 

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